Bist du ABC oder was?

//Bist du ABC oder was?
ABC

Das ABC lernt jeder in der Schule. Gerade jetzt, wo die Sommerferien vorbei sind. Es ist aber auch eine Methode von REFA. Damit kann man festsetzen, was wichtig ist und was nicht. (Bild: © dreamerve / Fotolia)

Im Geschäftsleben wird die ABC Analyse manchmal auf Kunden angewendet. Mit A-Kunden wird der meiste Umsatz gemacht. B-Kunden bringen weniger. Und C-Kunden geben nur Klecker-Aufträge. Klar, dass sich die Verantwortlichen dann am meisten um die A- und B-Kunden kümmern. Unter „ferner liefen“ werden dann die C-Kunden betreut.

Lisa nimmt Zahlen statt das ABC

Die ABC Analyse kann ausgebaut werden. Nämlich dann, wenn Sie sich zwischen mehreren Alternativen entscheiden müssen. Wie Lisa K. Die muss ein Pflichtpraktikum für ihr Studium machen. Drei Firmen haben eine Zusage geschickt, doch die Entscheidung fällt ihr schwer.

Zunächst erstellt sie eine Liste mit Entscheidungs-Kriterien.  Jedes einzelne bewertet sie dann mit Punkten statt mit Buchstaben. Die Zahlen sind wichtig, denn damit wird sie später rechnen. 10 Punkte heißt „ist mir sehr wichtig“, 5 „ist mittel-wichtig“ und 1 „nett, doch unwichtig“.

Lisas Liste:

  • Bezahlung 5 Punkte
  • Unternehmensgröße 10 Punkte
  • Bekanntheit des Unternehmens 10 Punkte
  • Nähe zum Wohnort 1 Punkt
  • Spaßfaktor 6 Punkte

Jetzt vergleicht Lisa die drei Praktikums-Plätze, inwieweit sie ihre Kriterien erfüllen:

Fitness-Studio im Wohnort Gesundheitszentrum im Nachbarort Gesundheitsmanagement-Abteilung eines Konzerns (300 Kilometer entfernt)
Erfüllt Punkte Erfüllt Punkte Erfüllt Punkte
Nähe

1

Bekanntheit

10

Bezahlung

5

Spaßfaktor

6

Nähe

1

Größe

10

Bekanntheit

10

Summe

7

 

11

 

25

In dieser Rechnung macht der Konzern das Rennen. Doch es kommt darauf an, wie wichtig die einzelnen Kriterien einer Person sind. Bei jemand anders kann die Sache ganz anders aussehen. Wie zum Beispiel bei Lisas Studienkollegen Lukas. Dem bedeuten der Spaßfaktor und die Nähe zum Wohnort total viel. Geld spielt keine Rolle. Mama ist reich und bezahlt sowieso alles. Und auch der tolle Ruf des Arbeitgebers spielt keine Rolle für ihn. Lukas hätte sich für ein unbezahltes Praktikum am Wohnort entschieden, das Spaß macht. Jeder ist eben anders. Doch die REFA-Methoden funktionieren trotzdem. (Birgit Lutzer)

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