Mit Six Sigma richtig Geld machen

//Mit Six Sigma richtig Geld machen
Six Sigma

Kennen Sie Six Sigma? Das ist eine Methode zum Verbessern von Arbeitsabläufen. Denn durch Fehler entstehen hohe Zusatzkosten. Auch durch Verschwendung. Messungen haben ergeben, dass dadurch 20 bis 30 Prozent vom Umsatz flöten gehen. Das ist Ihnen zu weit weg? Stellen Sie sich vor, Sie würden regelmäßig 100 Euro aus dem Geldautomaten ziehen. Und jedes Mal würden davon 20 bis 30 Euro im Papierkorb landen. (Bild: © Robert_Kneschke / Fotolia)

Six Sigma dient auch dazu, für eine hohe Qualität zu sorgen. Denn die ist nötig, um sich am Markt zu halten und durchzusetzen. Außerdem geht es darum, dass Vorgänge nur so lange dauern, wie nötig. Wenn es zu lange dauert, bis ein Produkt beim Kunden landet, verliert dieser die Geduld. Denn auch er bekommt dadurch Probleme. Nämlich dann, wenn er zum Beispiel Teile bestellt hat, aus denen er selbst etwas für seine Auftraggeber bauen möchte.

Als Privatmensch kriegen Sie davon nur wenig mit. Aber stellen Sie sich mal vor, Sie würden zur Bank gehen, um einen Kredit aufzunehmen. Denn Sie haben beim Autohändler einen schicken neuen Wagen konfigurieren lassen. Der wird bald geliefert und sie müssen ihn bezahlen. Dauert es jetzt durch einen Softwarefehler auf Seiten der Bank ein halbes Jahr, bis Sie Ihr Geld bekommen, haben Sie ein Problem. Dann hilft nur noch ihr Sparschweinchen Rosi. Und das wollten Sie eigentlich erst später schlachten – oder lieber gar nicht.

Mit Six Sigma auf die Gewinnerseite

Kommen wir jetzt zu den einzelnen Schritten bei Six Sigma. Die Leute, die sich Six Sigma ausgedacht haben, nennen dies den „DMAIC-Zyklus“: Define – Measure – Analyze – Improve – Control. Auf Deutsch: Definieren – Messen – Analysieren – Verbessern – Kontrollieren. Da wir schon beim Geld sind: Wir nehmen zur Erklärung das Monopoly-Spiel.

Six Sigma – Define: Ausgangssituation, Aufgabe oder Problem  

Alle vier Spieler erhalten am Anfang eine überschaubare Summe von Geld, um Straßen zu kaufen, Häuser und Hotels zu bauen – und um die anderen in den finanziellen Ruin zu treiben. Da sie ein vorsichtiger Mensch sind, geben Sie nur so viel Geld aus, wie Sie haben. Deshalb ist nichts mehr übrig, als Sie erst die noch freie Parkstraße und dann die ebenso verkäufliche Schlossallee erreichen. Sie gehen weiter, ohne die Straßen auf Pump zu kaufen. Als Sie das nächste Mal auf die Schlossallee kommen, stehen dort drei Häuser. So ein Pech!

Six Sigma – Measure: Prüfen und  messen, ob die Strategie aufgegangen ist

Eine Ihrer Mitspielerinnen hat mit den Würfeln ähnliches Glück wie Sie gehabt. Doch sie hat zugeschlagen und die Straßen trotz knapper Kasse erworben. Und Sie selbst müssen nun doch einige Ihrer Straßen umdrehen und mit Hypotheken belasten. Ob Ihr Gewinn-Plan klappt,  können Sie nun an fünf Finger (oder den verbliebenen Scheinchen und den umgedrehten Straßen-Karten) abzählen.

Six Sigma – Analyze: Genau hinschauen, was (Ur-)Sache ist

Während die Mitspielerin weiter kassiert, ist schon einer der anderen  beiden pleite. Sie halten sich noch. Sie denken nach, warum die angehende Gewinnerin Erfolg hat. Was hat sie anders gemacht als Sie? Ganz einfach: Am Anfang des Spiels hat sie auf Risiko gesetzt und sich so die besten Straßen gesichert. Es wäre also auch für Sie besser, wenn Sie Ihre Spar-Strategie zu Gunsten des Kaufs auf Kredit an den Nagel hängen.

Six Sigma – Improve: Verbessern

Dadurch, dass Ihr einer Kumpel zahlungsunfähig ist, stehen wieder drei Straßen zum Verkauf: Bahnhofstraße, Hauptstraße und Rathaus-Platz. Mit ein paar geschickten Zügen schaffen Sie es, sich die Straßen unter den Nagel zu reißen. Und Sie fangen gleich mit der Bebauung an. Ergebnis: Alles steht voller Häuser, die Kasse ist leer und der Rest Ihrer Straßen ist umgedreht. Jetzt können die Besucher/innen kommen.

Six Sigma – Control: Überwachen 

Die Schlossallee- und Parkstraßenbesitzerin nähert sich. Wird sie auf eine Ihrer Neuerwerbungen kommen? Denn dann hätten Sie vielleicht eine Chance, das Steuer herumzureißen. Ärgerlich: Die Dame landet im Gefängnis, nicht ohne Ihnen ein kaltes Lächeln zu schenken. Und dann sind Sie dran. Und wie das Leben so spielt, landen Sie dummerweise auf der Parkstraße. Mit Hotel. Was folgt daraus? Sie sind fast pleite. Und lernen daraus fürs nächste Mal. Denn: neues Spiel, neues Glück. Mit der richtigen Strategie. (Birgit Lutzer)

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