Prozessverbesserung hilft beim Stylen

//Prozessverbesserung hilft beim Stylen
Prozessverbesserung

Prozessverbesserung ist gefragt, wenn etwas viel zu lange dauert. Zum Beispiel das Anziehen. Zumindest der 20-jährige Konrad legt morgens eine richtige Modenschau hin, bevor er sich für ein Outfit entscheidet. Und abends erst, bevor es zur Party geht … (Bild:  © deagreez / Fotolia)

Erste Amtshandlung nach der Toilette und dem Blick in den Spiegel ist der Gang zum Kleiderschrank. Konrad überlegt, nach was ihm so ist. Es muss ein lässiger Grunge-Look sein. So als ob er sich keine Gedanken über sein Äußeres machen würde. Macht er aber doch. Trotzdem hängt in seinem Kleiderschrank alles durcheinander. Aufwändig kramt er eine mögliche Variante heraus und legt sie aufs Bett. Damit alles schnell geht nach der Morgen-Dusche und dem Rasieren. Mit einem scharfen Messer, rund um den Bart natürlich. Denn der gehört fest zum Style.

Als er das hinter sich gebracht hat, geht es blitzsauber zurück ins Schlafzimmer. Konrad zieht das zurechtgelegte Outfit an. Doch irgendwie passt es nicht zu seiner Stimmung. Er zieht alles wieder aus und wirft die Sachen aufs Bett. Die Suche geht weiter und weiter, bis er etwas Passendes gefunden hat. Der Klamottenberg auf dem Bett ist riesengroß. Jetzt müssen nur die frisch gewaschenen Haare nach hinten gegelt und eine von den zehn Brillen ausgesucht werden. Nach einer weiteren halben Stunde ist auch das erledigt.

Was REFA zu Konrads Styling-Marathon sagt

In der REFA-Lehre gibt es viele Tipps, wie man Dinge schneller machen kann. Ein Beispiel sind die „Prinzipien zur Prozessverbesserung“. Das sind Maßnahmen, die auf jeden Fall wirken. Natürlich kommt es immer auf den Zusammenhang an, welche davon geeignet sind. Hier sind mal drei von vielen weiteren:

Prozessverbesserung durch Entfallen lassen

Bestimmte Ablaufschritte werden einfach aus dem Programm gestrichen. Bei Konrad wäre es vielleicht das immer wieder neue Auswählen der Brille. Da er zehn hat, könnte er vorher festlegen, welche davon er trägt. Entweder jeden Tag eine andere. Oder alle zwei. Oder jede Woche. Das umständliche Anprobieren vor dem Spiegel entfällt damit.

Prozessverbesserung durch Vereinheitlichen

Jeden Morgen und jeden Abend entsteht bei Konrad ein riesiger Kleidungs-Berg. Wenn er den abträgt, hängt er alles irgendwie in den Schrank zurück. Hemden neben Hosen neben Hemden neben Sakkos … Wenn er die Klamotten-Aufhängung vereinheitlicht, hängen alle Hemden nebeneinander. Und alle Hosen und alle Sakkos. Dann findet er schneller, was er sucht.

Prozessverbesserung durch Reduzieren

Wenn weniger im Kleiderschrank hängt, ist der Überblick leichter. Denn Konrad hat viele Klamotten auf den Bügeln, die er schon ewig nicht mehr getragen hat. Und die versperren den Blick auf die Lieblings-Sachen. Außerdem lassen sich Kleiderbügel leichter herausziehen, wenn nicht wenn nicht alles so zusammengequetscht ist. (Birgit Lutzer)

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