Wer hat schon Angst im Job?

//Wer hat schon Angst im Job?
Angst

Wer zu viel Angst hat, bringt wenig Leistung. Wer keine hat, auch. Also ist ein Mittelmaß an Angst genau richtig, um Gas im Job zu geben. Doch welche Ängste gibt es überhaupt? Und warum spricht niemand darüber? (Bild:  © Feodora Fotolia)

Amerikanische Wissenschaftler haben in Untersuchungen herausgefunden, dass ein Übermaß an Angst ebenso lähmt wie ihr völliges Fehlen. Ein mittleres Angstlevel spornt also an. Außerdem ist Furcht überlebenswichtig. In Gefahrensituationen hilft sie, Kräfte zu entfesseln für einen Kampf oder die Flucht.

Angst ist ein Tabu im Beruf – speziell bei Chefs

Doch Angst ist ein Gefühl, über das im Job wenig geredet wird. Diplom-Psychologe Dr. Martin Sauerland von der Universität Koblenz-Landau nennt als Beispiel Führungskräfte. „Sie haben manchmal Angst vor Fehlentscheidungen – oder auch vor der Verantwortung, die sie tragen.“ Dies werde jedoch verschwiegen und überspielt, um keine Schwäche zu zeigen.

Das Verstecken von Informationen weckt Unsicherheit

Der Psychologe Dr. Dennis Brodbeck bezeichnete solche weit verbreiteten Verhaltensstrukturen in einem Messe-Vortrag  als „Business-Firewall“ Brodbeck erläuterte, was hinter dem Verhalten solcher Chefs steckt: „Andere Menschen sollen nicht mitbekommen, was Ihnen wirklich wichtig ist, wo Sie verletzbar sind oder auch, was Sie wirklich wollen.“

Gegen Angst vor der Zukunft hilft die richtige Vorbereitung

Gerade dieses Vorgesetzten-Verhalten führt auf Seiten der Mitarbeiter zu Ängsten. Wer  nicht mehr weiß, was Sache ist, wird unsicher. Das kann zum Beispiel auch die Digitalisierung betreffen. Wenn technisch hochgerüstet wird, fürchten viele Mitarbeiter, abgehängt zu werden. Auch die Führungskräfte haben manchmal die Befürchtung, dass durch 4.0-Projekte Chaos statt mehr Ordnung entsteht. Diese Angst ist realistisch, wenn die Betriebsprozesse ungünstig organisiert sind.

REFA-Weiterbildungen machen fit für die Zukunft 4.0

Damit diese Angst bei beiden im mittleren Level bleibt, kann zum Beispiel eine REFA-Weiterbildung mehr Sicherheit bringen. Denn dabei geht es um die Verbesserung von Abläufen und dem Ausmerzen von Überflüssigem. Das ist die beste Basis für einen entspannten Umgang mit der digitalen Transformation. (Birgit Lutzer)

 

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