Zu doof für den Haushalt?

//Zu doof für den Haushalt?
Haushalt

Haushalt und heimische Aufgaben werden unterschätzt. Und zwar von denen, die sich darum nicht selbst kümmern. Denn Sie haben dafür einen „guten Geist“. Mit dem gibt es manchmal Streit. Wenn etwas nicht passt. Doch erst mal selbst zum Besen greifen und es besser machen! (Bild:  © Elnur / Fotolia)

Auch der Haushalt stellt Anforderungen

REFA hat ein Raster festgelegt, mit dem man die Anforderungen für jede Art von Arbeit ermitteln kann: geistige Belastung, Geschicklichkeit, nötiges Fachwissen, Muskelkraft, Verantwortung und Umgebungseinflüsse. Wir schauen uns jetzt mal an, wie popelig der Haushalt wirklich ist.

Nur Haushalt ist was für Doofe – oder?

Fangen wir mal an mit der geistigen Belastung bei Haushalt. Die gilt als gering. Putzen, Kochen, Aufräumen, Einkaufen, … Und gerade das ist das Problem. Wer sich immer nur damit befasst, ist unterfordert. Das führt zu Stress. Und auch zu Selbstwertproblemen. Nämlich dann, wenn der „gute Geist“ nur für den Haushalt zuständig ist.

In machen Beziehungen arbeitet deshalb einer in Vollzeit und der andere in Teilzeit. Der Teilzeit-Mensch ist dann der gute Geist. Und der muss einiges draufhaben, um alles unter einen Hut zu bekommen. Auch das kann sehr stressig sein. Und zu Frust führen. Manchmal auch zu Neid auf den anderen. Und andere Paare teilen sich die lästigen Pflichten. Dann hat jeder noch Zeit für anderes. Doch ob das geht, hängt von der Lebenssituation ab.

Mit Bratpfannenhänden und grobmotorigen Wurstfingern kommst du nicht weit …

Bei der Geschicklichkeit im Haushalt sieht es dann schon wieder anders aus. Haare aus dem Ausfluss puhlen, ein Regal aufhängen, einen Klodeckel festschrauben, dass er wirklich hält … Auch das Kochen erfordert Geschicklichkeit. Wenn es über Spiegelei braten und Spaghetti mit Tomatensauce machen hinausgeht. Es heißt: „Wer lesen kann, kann auch kochen.“ Doch das genaue Abstimmen, Zuschneiden und Zurechtmischen erfordert Erfahrung. Hinzu kommen wieder zeitaufwändige Aufräum-Arbeiten.

Dank REFA kann der Hausgeist aufatmen

Und für die bestmögliche Organisation von Abläufen hat REFA viele Instrumente entwickelt. Damit sind wir beim Fachwissen. Sicher, es gibt Websites wie Mutti.de und Vati.de. Oder auch haushaltserfahrene Personen. Da kann man sich viele Ratschläge holen. Dann läuft es im Haushalt besser. REFA-Methoden setzen an, wo Sie Zeit sparen und Verschwendung vermeiden können. Das ist enorm wichtig für den Haushalt.

Schwache Geister sind im Haushalt ungeeignet

Muskelkraft ist auf jeden Fall ein Muss für den Haushalt. Bierkisten aus dem Auto in den Keller tragen, Wäschekörbe schleppen, schwergängige Verschlüsse aufdrehen – mit dünnen Ärmchen und zarten Fingern allein kommst du nicht weit. Auch zum Wassereimer tragen sind Muckis nötig.

Haushalt – einsam oder gemeinsam?

Hat der gute Geist die Alleinverantwortung für den Haushalt, kann das schwierig werden. Stellen wir uns vor, dass sein Partner immer eine bestimmte Käsesorte haben möchte. Und die mag der Hausgeist nicht. Also merkt er manchmal nicht, wenn der Lieblingskäse des anderen alle ist. Dann gibt es einen Riesenärger. Den könnte man vermeiden, wenn der Käseesser eine Notiz auf dem Einkaufszettel macht, sobald der Vorrat zu Ende geht. Auch in der REFA-Lehre gibt es viele Tipps, wie man die Zusammenarbeit verbessern kann.

Und wenn Schwiegavatta dauernd auf der Matte steht, hilft REFA auch

Der letzte Faktor sind die Umwelteinflüsse. Dazu gehört die Wohnlage. Ist der nächste Supermarkt weit entfernt, erhöht sich der Aufwand fürs Einkaufen. Dann ist noch wichtig, ob weitere Personen wie Kinder in der Familie sind. Und wohin die gebracht werden müssen. Und wenn dann noch dauernd der Schwiegervater zu Besuch ist und herummeckert, wird’s eng für den Hausgeist. Da kann dann ein REFA-Arbeitsorganisator weiterhelfen. Der hat genug Sozialkompetenz, um verschiedene Parteien an einen Tisch zu bringen. (Birgit Lutzer)

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