Klare Ansagen machen

//Klare Ansagen machen
Klare Ansagen

Im Job müssen ab und zu klare Ansagen gemacht werden. Nämlich dann, wenn Sie Ihren Standpunkt verdeutlichen wollen. Oder auch, wenn Sie andere ins Boot für Ihre Sache holen wollen. Drücken Sie sich unklar aus, verstehen die anderen nur Bahnhof. Es kann auch sein, dass Sie unsicher wirken. (Bild: © Minerva Studio / Fotolia)

In manchen REFA-Weiterbildungen lernen Sie die „Standpunktformel“. Das hört sich erst mal komisch an. Es ist jedoch eine praktische Anleitung, wie Sie am besten argumentieren. Und die können Sie auf alles Mögliche übertragen. Auch auf Privates zum Beispiel.

Klare Ansagen – erst nachdenken, dann loslegen

Damit Sie nicht sofort abgebügelt werden, sollten Sie sich vorher überlegen, was andere wohl gegen Ihren Vorschlag haben könnten. Bilden Sie eine Liste möglicher Knackpunkte und Gegenargumente – und Ihre Antwort darauf.

Klare Ansagen – machen Sie deutlich, um was es geht

Manche Leute labern lange herum. Und keiner weiß, was sie eigentlich wollen. Und schon bald hört niemand mehr zu. Machen Sie es besser. Fassen Sie als Erstes in ein bis zwei Sätzen zusammen, um was es geht. Stellen wir uns vor, Sie wollten Ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Davon müssen Sie Ihre Chefin überzeugen. Sagen Sie: „Ich möchte gern meinen neuen Hund ins Büro mitbringen. Er heißt Lennart und ist total pflegeleicht.“ Damit die Vorgesetzte nicht sofort mit dem Kopf schüttelt, fügen Sie hinzu: „Das hätte sogar Vorteile für das Team.“ Damit wecken Sie Interesse an Ihren Argumenten.

Klare Ansagen – argumentieren Sie aus der Sicht der anderen

Wenn es ums Überzeugen geht, müssen den anderen Ihre Idee schmackhaft machen. Und das können Sie nur dann, wenn Sie deren Sicht einbeziehen. Fragen Sie sich: „Welchen Nutzen könnte die Chefin oder auch die Firma davon haben, wenn ich Lennart mitbringe?“ Stellen wir uns vor, es gäbe außer Ihnen noch ein paar Kollegen, die mittags Spazieren gehen. Und die Betriebsleiterin wäre privat eine sportliche Gesundheits-Fanatikerin. Daran können Sie anknüpfen. Denn das Gassi gehen mit Lennart macht Spaß und ist gesund.

Klare Ansagen – heben Sie sich das Beste bis zum Schluss auf

Bringen Sie Ihre Argumente in die richtige Reihenfolge. Sie steigen mit mittelstarken an, nennen dann die schwachen und schließen mit dem stärksten. Denn das, was am Anfang und am Schluss gesagt wird, bleibt am besten hängen.

Mittelstarkes Argument: „Sie haben sich letztens darüber beschwert, dass bei mir immer um Punkt Fünf der Griffel fällt. Das liegt daran, dass ich Lennart vom Hundesitter abholen muss. Kommt er mit, wäre wesentlich flexibler.“

Schwaches Argument: „Lennart kommt aus dem Tierheim und darf nicht so lange allein bleiben.“

Haupt-Argument: „Ihnen liegt doch die Gesundheit der Belegschaftsmitglieder am Herzen. Und Spazieren gehen mit Hund ist eine gesunde Pausen-Beschäftigung. Auch andere Kollegen haben vielleicht Lust, zur Erfrischung eine kleine Runde mit Lennart zu drehen.“

Klare Ansagen – untermauern Sie Ihren Vorschlag mit Beispielen

Gegen positive Beispiele kann niemand etwas sagen. Berichten Sie von einer Kundenfirma, in die Hunde auch mitkommen dürfen. Zeigen Sie ruhig ein Foto, auf dem ein Vierbeiner bei der Arbeit zu sehen ist. Weisen Sie die Chefin darauf hin, dass sogar die Lokalpresse dort war, um über die fortschrittliche Idee zu berichten. Und daraus leiten Sie dann Ihre Schlussfolgerung ab: Auch für Ihr Unternehmen ist es ein großer Vorteil, wenn Lennart Sie begleitet.

Klare Ansagen – schließen Sie mit einem Appell

 Am Schluss einer Argumentation nach der REFA-Standpunktformel steht eine Aufforderung, die auch „Appell“ genannt wird. Je nach Zusammenhang kann das eine Entscheidung sein, die Bitte um Mithilfe oder auch eine Kauf-Aufforderung (wenn es um Verkauf oder Vertrieb geht). Bei Lennart wäre das die Bitte an die Chefin, ihm einen Arbeitsplatz-Platz einzurichten. (Birgit Lutzer)

Bildnachweis: © Minerva Studio / Fotolia

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